Duale Ausbildung mit Übungsfahrten

Bei der Ausbildung mit dem „L“ müssen die nicht in der Fahrschule vermittelten Teile bei privaten Übungsfahrten erfolgen. Ein Begleiter überwacht dabei den Lernenden während der Fahrt. Die behördliche Bewilligung wird für jeden Führerscheinwerber nur ein Mal erteilt. Sie gilt für 12 Monate (ab 1. März 2013 für 18 Monate). Bereits bestehende Bewilligungen können auf Antrag bei der Behörde ab diesem Zeitpunkt auch auf 18 Monate Gültigkeit ausgedehnt werden.

 

Voraussetzungen beim Führerscheinwerber:

Mindestalter 17 1/2 Jahre

Gesundheitliche Eignung (ärztliche Untersuchung vor der Erteilung der Übungsfahrten-Bewilligung)

Erste-Hilfe-Kurs (rechtzeitig vor der Fahrprüfung)

 

Voraussetzungen der Begleiter:

Zwei Begleitpersonen sind möglich; es müssen dann aber auch beide bei der Einweisung anwesend sein. 

Die Begleiter müssen seit 1. März 2013 außerdem in einem Naheverhältnis zum Bewerber um eine Lenkberechtigung stehen

Sieben Jahre Führerscheinbesitz

In den letzten drei Jahren Fahrpraxis ohne schwere Verkehrsübertretungen. Als schwere Verkehrsübertretungen gelten zwei Vormerkungen im Führerscheinregister und alle Delikte, die eine mangelnde Verkehrszuverlässigkeit nahelegen (§ 7 Abs 3 FSG)

Zwei Bewilligungen innerhalb eines Jahres sind möglich, weitere Bewilligungen werden nur in berücksichtigungswürdigen Gründen erteilt. Diese Bestimmung entfällt ab 1. März 2013 ersatzlos

 

Theorieausbildung:

Mindestens acht Theorielektionen in der Fahrschule nach einem eigenen Lehrplan – fünf Einheiten vor den privaten Fahrten, drei danach. Diese Kurse werden in der Praxis aber nicht nachgefragt. Von Bedeutung ist nur die Kombination der vollen Theorieausbildung mit einer Teilausbildung im praktischen Teil

 

Fahrausbildung:

7 Fahrlektionen

Theoretische Unterweisung im Beisein des/der Begleiter(s) ("Einweisung","Begleiterschulung")

Mindestens 1000 km Übungsfahrten (Fahrtenprotokoll führen!)

1 Begleitende Schulung im Beisein des/der Begleiter(s) mit Fahrzeug des Begleiters.

 

 Abschlussausbildung von weiteren 7 Fahreinheiten mit Sonderfahrten (Nachtfahrt, Schnellverkehr) und Prüfungsvorbereitung im Fahrschulauto

 

Erteilung der behördlichen Übungsfahrten-Bewilligung:

Wir erledigen den gesamten Behördenweg für Sie - der fertige Bewilligungsbescheid

wird Ihnen per Post zugesandt.

 

Fahrzeug für die Übungsfahrten:

Das Fahrzeug muss keine besonderen Anforderungen hinsichtlich Handbremsen, Zündschlüssel, Schaltung erfüllen. Es können verschiedene Fahrzeuge verwendet werden - auch Automatik Fahrzeuge können zusätzlich verwendet werden.

 

Tafeln „L“ und „Übungsfahrt“:

Müssen während Übungsfahrten vorne und hinten am Fahrzeug angebracht sein

Das Verwenden dieser Tafel außerhalb der Übungsfahrten ist bis Ende Februar 2013 verboten. Ab 1. März 2013 können diese Schilder auch außerhalb von Übungsfahrten montiert bleiben

 

Beschränkungen:

0,1-Promille-Grenze für Schüler und Begleitperson

Für die Personenbeförderung bei Übungsfahrten gelten keine besonderen Bestimmungen, Sie dürfen daher so viele Personen mitnehmen, wie die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs angibt

Das Ziehen von Anhängern ist zulässig

Übungsfahrten dürfen nur im Inland stattfinden

 

Versicherung:

Fast alle Kraftfahrzeughaftpflicht-/Kasko-Versicherungen haben die Risikoausschlussklauseln für Übungsfahrten gestrichen und gewähren somit auch für jene Schäden Deckung, die der Ausbildungswerber verursacht.

Wir empfehlen daher, die Versicherungsanstalt vor Ausbildungsbeginn zu informieren, dass Übungsfahrten durchgeführt werden sollen. Die Fahrschule benötigt keinerlei Formulare oder Bestätigungen seitens der Versicherung.

 

Theorieprüfung: Dienstags ab 13.00 Uhr - lt. Plan

Nach Abschluss der Theorieausbildung, frühestens mit 17 1/2 Jahren

Die Prüfung kann nur abgenommen werden, wenn sich der Kandidat mit einem amtlichen Lichtbildausweis ausweisen kann

 

Fahrprüfung:

Zur praktischen Fahrprüfung können nach § 10 Abs. 2 FSG nur Kandidaten zugelassen werden, die die erforderliche Fahrschulausbildung vor nicht länger als 18 Monaten abgeschlossen haben.

Frühestens am 18. Geburtstag

Die Prüfung kann nur abgenommen werden, wenn sich der Kandidat mit einem amtlichen Lichtbildausweis ausweisen kann

Die Fahrprüfung wird durch einen Prüfer der zuständigen Behörde abgenommen und kann entweder mit einem Fahrlehrer im Schulfahrzeug der Fahrschule oder mit der Begleitperson im privaten Übungsfahrzeug gemacht werden

Das Prüfungsfahrzeug muss in der Sitzreihe des Prüfers mindestens eine Türe aufweisen

Wird die Fahrprüfung auf einem Automatikfahrzeug abgenommen, muss der Führerschein von der Behörde auf Automatikfahrzeuge eingeschränkt werden

 

Prüfungstermin:

Fahrprüfungen finden in der Regel am Dienstag zwischen 8:30 Uhr und 17:00 Uhr statt. Bitte vereinbaren Sie nach der erfolgreichen Theorieprüfung Ihren gewünschten Prüfungstermin im Büro - wir erwarten Ihre Terminbekanntgabe bis eine Woche vor dem gewünschten Prüfungstag, um gemeinsam mit der Führerscheinbehörde die nötigen Unterlagen vorbereiten zu können.

Bitte halten Sie sich grundsätzlich den ganzen Tag frei! Die exakte Uhrzeit Ihrer Prüfung können wir Ihnen 3 Tage vor dem Termin (bei Prüfungen am Donnerstag also am Montag) bekannt geben.

 

Prüfungsablauf:

Die Fahrprüfung besteht aus

Sicherheitskontrollen vor Antritt der Fahrt

Fahrübungen im Langsamfahrbereich

Mindestens 25 Minuten Fahren im Verkehr

Besprechung während der Prüfungsfahrt erlebter Situationen

 

Zweite Ausbildungsphase nach Erteilung der Lenkberechtigung:

Perfektionsfahrt nach zwei bis vier Monaten

Fahrsicherheitstraining mit verkehrspsychologischem Gruppengespräch nach drei bis neun Monaten

Perfektionsfahrt mit Spritspar-Vergleichsrunde nach sechs bis zwölf Monaten, mindestens drei Monate nach der ersten Perfektionsfahrt

                                         Dualausbildung der Klasse B   € 849,-

 

  • Verwaltungsgebühren
  • Gesamte Theorieausbildung ( 32 Kurseinheiten)
  • Vorprüfung
  • Theoretische Prüfung
  • 14 Praktische Fahreinheiten à 45 Minuten
  • Praktische Prüfung